Raiffeisenbanken planen Fusion

Volkach/ Die drei Nachbar-Genossenschaften Raiffeisenbank Volkacher Mainschleife – Wiesentheid eG mit Sitz in Volkach, Raiffeisenbank Kitzinger Land eG mit Sitz in Obernbreit und die Raiffeisenbank Frankenwinheim und Umgebung eG mit Sitz in Frankenwinheim, wollen künftig verstärkt zusammenarbeiten. Sie haben deshalb einen Kooperationsvertrag geschlossen, der im Jahr 2021 in eine Fusion münden soll. Die Aufsichtsräte der drei regionalen Banken haben dies jeweils einstimmig beschlossen und die Vorstände beauftragt, die weiteren Gespräche zu führen und die notwendigen Maßnahmen für einen Zusammenschluss einzuleiten.

Übernehmende Genossenschaft soll die Raiffeisenbank Volkacher Mainschleife -Wiesentheid eG sein, die auch mit ca. 530 Mio. Euro Bilanzsumme die größte der drei Banken ist.  Es würde eine mittelgroße, sehr solide regionale Genossenschaftsbank entstehen, mit einer Bilanzsumme von ca. 750 Mio. Euro und einem betreuten Kundenvolumen von ca. 1,5 Mrd. Euro.

Die Hauptgründe für die Fusion sind u. a. die gestiegenen regulatorischen Anforderungen. Diese machen vor allem kleineren Genossenschaftsbanken das Leben äußerst schwer. Die Vielzahl an Meldungen und die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben in der Banksteuerung und im Vertrieb sind sehr kostenintensiv. Dies in einem Umfeld, in dem die Ertragssituation immer schwieriger wird. Die Europäische Zentralbank hat durch ihre jüngsten geldpolitischen Entscheidungen die Niedrigzinsen für viele Jahre zementiert und die Banken müssen sich deshalb auf weitere rückläufige Zinserträge einstellen.  Dazu kommt noch die Digitalisierung. Auf die Geldhäuser kommen in den nächsten Jahren größere Investitionen in diesem Bereich zu, um sich für die zunehmend digitale Bankenwelt zu rüsten.

Die Vorstände der drei Banken sind sich sicher, dass die fusionierte Bank diese Herausforderungen gut bewältigen kann. Kundennähe, die optimale Betreuung und Beratung der Kunden und die langfristige Sicherung der Arbeitsplätze sollen auch in Zukunft gewährleistet sein.

Entscheiden müssen die Vertreter bzw. Mitglieder im Jahr 2021. Bis dahin bleibt den drei Genossenschaftsbanken noch viel Zeit, um die Anteilseigner ausführlich über die Vorteile und die weiteren Details des Zusammenschlusses zu informieren.