Raiffeisenbank Volkacher Mainschleife - Wiesentheid eG mit erfolgreichem Geschäftsjahr

Erste gemeinsame Vertreterversammlung nach der Fusion fand in Wiesentheid statt - langjähriger Aufsichtsratsvorsitzender Ernst Hey verabschiedet.

Wiesentheid/ Am 28.05.2019 fand in der Steigerwaldhalle in Wiesentheid die erste Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Volkacher Mainschleife - Wiesentheid eG nach der Fusion statt.  Der Aufsichtsratsvorsitzende Ernst Hey begrüßte neben fast 100 Vertreterinnen und Vertretern der Bank auch zahlreiche Ehrengäste aus Kommunalpolitik, der genossenschaftlichen Gruppe sowie ehemalige Vorstände und zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Vorstandsvorsitzende Roland Rößert ging in seinem Bericht des Vorstandes zuerst auf die allgemeine Wirtschaftslage ein, bevor er solide Zahlen aus dem ersten gemeinsamen Geschäftsjahr 2018 verkündete. Die Bilanzsumme stieg um 18 Millionen Euro auf nunmehr 488 Millionen Euro an. Das entspricht einem Plus von 3,9 Prozent. Das bilanzwirksame Kundenkreditvolumen ist um 4,3 Millionen, bzw. 1,7 % angestiegen. Firmen und Bevölkerung schenkten der Raiffeisenbank 2018 erneut ihr Vertrauen, denn die bilanziellen Kundeneinlagen stiegen um weitere 16,3 Millionen Euro auf nun 370 Millionen Euro an. Das entspricht einem Plus von 4,6 Prozent. Auf der Suche nach Anlagealternativen zu den klassischen Zinsprodukten konnten die Berater der Bank zahlreichen Kunden behilflich sein. So stieg das von unseren Mitarbeitern betreute Kundenvolumen um 33 Millionen Euro auf nunmehr 921 Millionen Euro an. Ein wichtiger Teil des Betriebsergebnisses ist das zinsabhängige Geschäft. Die Zinsspanne lag per 31.12.2018 bei 1,91 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme und damit etwa auf Vorjahresniveau. Im Jahr 2018 haben wir unsere Erträge im Dienstleistungssektor auf 2,975 Millionen Euro ausgebaut, das entspricht 0,61 Prozent. Die Betriebskosten lagen im Berichtsjahr über dem Verbandsschnitt, dies war aber auch bedingt durch Sonderfaktoren, wobei Rößert für das laufende Geschäftsjahr bereits Entspannung signalisierte. Das gute Betriebsergebnis von 4,1 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2018 ermöglicht es der Bank, das Eigenkapital bzw. die Rücklagen weiter zu steigern. Mit dem weit über dem Verbandsschnitt liegenden erwirtschafteten versteuerten Eigenkapital verfügt die Bank über eine gute Ausgangslage, um die Erfordernisse der Regulatorik in der Zukunft gut zu bestehen, sowie den Kreditwünschen der Kunden in der Region auch in Zukunft nachkommen zu können. 9.585 Mitglieder sind zum 31.12.2018 Teilhaber der Genossenschaftsbank. Rößert erläuterte, dass aufgrund des guten Ergebnisses auch für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende von 3,5 % an die Mitglieder ausgezahlt wird. Zum Schluss seines Berichtes ging der Bankvorstand auf die Bedeutung einer starken Genossenschaftsbank in der Region ein. Die Raiffeisenbank Volkacher Mainschleife – Wiesentheid eG setzt weiterhin auf persönlichen Service und qualifizierte Berater vor Ort. Dies ist in der Zukunft nur möglich, wenn die Leistungen der Bank auch weiterhin von der Bevölkerung genutzt werden.  Die Bank ist mit 18 Geschäftsstellen nah am Kunden. Zudem unterhält sie in der Region 16 Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker im täglichen Einsatz. Das digitale Banking wird ebenso angeboten wie der Service vor Ort. Rößert betonte, dass die Bank die "sowohl als auch - Lösung" und nicht die "entweder -oder Lösung anbietet. "Der Kunde unserer Bank kann selbst die Zugangswege zu seiner Raiffeisenbank auswählen", so der Bankvorstand. Beide fusionierte Banken haben in ihrem Geschäftsgebiet in den vergangenen 10 Jahren zusammen 457.000 Euro an Spenden für Vereine, soziale und kulturelle sowie kirchliche Einrichtungen zur Verfügung gestellt und insgesamt 4,6 Millionen Euro Gewerbesteuern an die Kommunen ausgezahlt. Der Vorstandsvorsitzende bedankte sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihren unermüdlichen Einsatz und beim Aufsichtsrat für die gute und stets vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Es folgte der Bericht des Aufsichtsrates.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Ernst Hey trug u. a. vor, das der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 ordnungsgemäß erstellt wurden. Er las die zusammenfassenden Schlussbemerkungen des Prüfverbandes vor.  Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Er dankte allen, die zu diesem positiven Ergebnis beigetragen haben. Hey übergab anschließend das Wort an den Regionaldirektor Roland Streng vom Genossenschaftsverband für die Durchführung der nächsten Tagesordnungspunkte. Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden von den Vertreterinnen und Vertretern einstimmig genehmigt, ebenso die vorgeschlagene Gewinnverwendung. Vorstand und Aufsichtsrat wurden von den Vertretern einstimmig entlastet. Streng bedankte sich bei Vorstand und Aufsichtsrat für die geleistete erfolgreiche Arbeit. Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat schieden die Herren Ernst Hey (Rüdenhausen), Robert Menz (Volkach) und Peter Fechner (Wiesentheid) turnusmäßig aus. Der Aufsichtsratsvorsitzende Ernst Hey hat die Wahlaltersgrenze gemäß Satzung erreicht und kann daher nicht mehr wiedergewählt werden. Es erfolgte keine Nachwahl. Die Herren Robert Menz und Peter Fechner stellten sich wiederum zur Wahl in den Aufsichtsrat und wurden einstimmig gewählt.
 

Verabschiedung Roland Rößert und Ernst Hey

Den letzten Tagesordnungspunkt, die Verabschiedung des langjährigen Vorstandsvorsitzenden Roland Rößert und des langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden Ernst Hey, übernahm der künftige Vorstandsvorsitzende Direktor Martin Weber zusammen mit Regionaldirektor Roland Streng. Für Roland Rößert fand die offizielle Verabschiedung bereits in der Vorwoche statt (siehe gesonderter Bericht).  Martin Weber ging noch einmal auf die Stationen des beruflichen Werdeganges seines scheidenden Vorstandskollegen ein und führte aus, dass dieser sehr stolz auf das Geleistete sein kann.  Regionaldirektor Roland Streng dankte Roland Rößert für sein großes Engagement in den 49 Berufsjahren in der Genossenschaftssparte und gratulierte ihm für die große Ehrung, die Rößert in der Vorwoche zu Teil wurde.   Für seine Verdienste um das Genossenschaftswesen erhielt dieser aus den Händen des GVB-Vorstandes Dr. Alexander Büchel die goldene Ehrennadel des DGRV verliehen. Der scheidende Vorstand verabschiedete sich anschließend in einer sehr emotionalen Rede von den Vertreterinnen und Vertretern. Bürgermeister Dr. Werner Knaier lobte in seinem Grußwort ebenfalls die Leistungen Rößerts für die Region und überreichte ein Geschenk des Marktes Wiesentheid.
 

Ehrenurkunde für den ausscheidenden Aufsichtsratsvorsitzenden Ernst Hey für 30 Jahre ehrenamtliches Engagement

Direktor Martin Weber würdigte das große ehrenamtliche Engagement von Ernst Hey in seiner Laudatio. Hey ist bereits seit 30 Jahren Mitglied des Gremiums, davon stattliche 25 Jahre als Aufsichtsratsvorsitzender. Allein drei Fusionen wurden in diesem Zeitraum von Ernst Hey mit verantwortet. Die Bilanzsumme hat sich von 50 Mio. Euro auf ca. 500 Mio. Euro fast verzehnfacht und durch überdurchschnittliche Ergebniszuführungen hat sich die Genossenschaft zu einer der eigenkapitalstärksten Banken in der Region entwickelt.

Weber bedankte sich für die langjährige sehr konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit und lobte das große Engagement des Aufsichtsratsvorsitzenden während seiner langen Amtszeit.

"Sie sind gegenüber den notwendigen Veränderungen und Innovationen immer sehr aufgeschlossen gewesen und haben somit einen großen Beitrag zu der sehr positiven Entwicklung unserer Genossenschaftsbank geleistet", so der Bankvorstand. Er überreichte Ernst Hey als Zeichen des Dankes einen Präsentkorb.

Regionaldirektor Streng überbrachte die Grüße und den Dank von Seiten des Genossenschaftsverbandes und betonte ebenfalls die langjährige sehr gute Zusammenarbeit. Er hatte noch eine Überraschung im Gepäck und überreichte dem scheidenden Aufsichtsrat die „Ehrenurkunde des GVB“ für 30-jährige, ehrenamtliche Tätigkeit. Hey hatte bereits aus seinen Händen vor 5 Jahren die silberne Ehrennadel des GVB erhalten.

Ernst Hey ging in seiner Dankesrede auf die positive Entwicklung der Bank in seiner 30-jährigen Amtszeit ein. Die ehrenamtliche Tätigkeit und die Zusammenarbeit mit den Aufsichtsräten, den Vorständen sowie dem Genossenschaftsverband habe ihm immer Freude bereitet. Er geht zwar mit etwas Wehmut, freut sich aber, dass er ein wohl bestelltes Haus hinterlässt.

Auch in Sachen Nachfolge, so Hey, sind die Hausaufgaben gemacht worden.

Er freue sich, dass mit Robert Menz als künftigen Aufsichtsratsvorsitzenden, Martin Weber als künftigen Vorstandsvorsitzenden und Volker Kreißl als designierten Vertriebsvorstand fähige Leute in den Startlöchern stehen, die sicherlich für eine weitere positive Entwicklung der Genossenschaftsbank sorgen werden.

Die erste gemeinsame Vertreterversammlung der fusionierten Genossenschaftsbank wurde anschließend von Direktor Martin Weber beschlossen, mit dem Dank an die Vertreterinnen und Vertreter für Ihr Kommen und für ihr Interesse an ihrer Genossenschaft.

Im Bild: Der künftige Aufsichtsratsvorsitzende Robert Menz / Vorstandsvorsitzender Direktor Roland Rößert / Aufsichtsratsvorsitzender Ernst Hey / Regionaldirektor Roland Streng / der künftige Vorstandsvorsitzende Direktor Martin Weber